Diese mächtige Geschichte von der hinduistischen Mythologie zeigt dir, wie du dich deinen ‘Monstern’ stellst

Bild: Scriptures.ru

Eines Tages gingen Krishna und Balarama in einen Wald. Es wurde dunkel und sie wurden müde. So beschlossen sie, sich auszuruhen.

Weil der Wald nachts gefährlich war beschlossen sie, in Schichten zu schlafen. Krishna schlug vor, dass Balarama bis Mitternacht wach bleiben würde, während er schläft und er dann Wache stehen würde von Mitternacht bis zum Morgen.

Beide waren damit einverstanden und Krishna ging schlafen.

Balarama stand Wache für eine Weile. Nach ein paar Stunden nahm er ein knurrendes Geräusch aus der Ferne war. Plötzlich erschien ein Monster und Balarama war wie versteinert.

Je mehr Angst Balarama zeigte, desto größer wurde das Monster und desto lauter knurrte es.

Die Angst, die Balarama erlebte war so hoch und intensiv, dass er ihn Ohnmacht fiel.

Krishna wachte auf und sah Balarama auf dem Boden liegen. Er dachte, er wäre eingeschlafen.

Als er das Monster sah, lächelte er und fragte ruhig: ”Hallo, was willst du?”

Das Monster knurrte so laut es konnte. Aber Krishna versuchte zu verstehen, was es wollte und wiederholte die Frage.

Jedes Mal, wenn Krishna eine Frage stellte, schrumpfte das Monster in der Größe. Schon bald war das Monster richtig klein. Es sah sogar etwas süss aus.

Krishna, ohne zu wißen, was es wollte, nahm das kleine Monster auf den Arm und steckte es in die Tasche.

Am nächsten Morgen wuch Balarama auf und schrie vor Freude als er und sein Bruder in Ordnung waren.

Er erklärte Krishna seine beängstigende Erfahrung: “Letzte Nacht, als du eingeschlafen bist, hörte ich ein schreckliches Knurren im Wald. Als ich mich umsah, erschien ein gigantisches Monster. Ich hatte solche Angst, dass ich in Ohnmacht gefallen bin. ”

Krishna nahm das Monster aus der Tasche und fragte: “Dieser kleine Kerl?”

Balarama war wirklich schockiert, als er sah, dass es das gleiche Monster war, aber nicht mehr die gleiche Größe hatte. Tatsächlich war es nicht mehr beängstigend.

Er erklärte, dass das Monster immer größer wurde, als er Angst hatte.

Krishna antwortete:

”Jedes Mal, wenn wir Angst haben und versuchen zu vermeiden, dass wir uns fürchten, wächst diese Angst. Jedes Mal, wenn wir unseren Ängsten begegnen und uns fragen, warum sie erschienen sind, werden sie kleiner und kleiner.

Wenn du dich etwas stellen solltest und dem ausweichst, wird es grösser als du… und es übernimmt die Kontrolle über dich.”

Nur wenn du deine Probleme konfrontierst und dich deinen Ängsten stellst, kannst du sie lösen und überwinden. Andernfalls bist du von der ungeheuerlichen Vorstellung versklavt, die du über sie hast.

Angst ist kein Monster. In der Tat ist die Angst dein größter Freund. Sie sagt dir, wo möglich Gefahr ist und um was du dich am meisten im Leben kümmertest.

Du kannst viel über dich selbst lernen, wenn du nur deine Ängste in Frage stellst und hörst, was sie zu sagen haben.

Und wenn du das tust, wirst du erkennen, dass sie doch nicht so beängstigend sind!

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