10 Dinge die ich meinen Eltern nicht sagen werde über mein Nomadenleben

10 Dinge die ich meinen Eltern nicht sagen werde über mein Nomadenleben

- in Leben
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Liebes Mami und lieber Papi

Das ist für Euch!

I weiss, Ich bin 29 Jahre alt.
I weiss, dass ich nicht das geordnete ruhige Leben führe welches Ihr euch für mich vorgestellt habt.
Ich weiss, dass ich auf der anderen Seite der Welt bin und wahrscheinlich zu weit nach eurem Geschmack. Ich weiss manchmal vermisst Ihr eure kleine Tochter..
Ich würde Euch so gerne sagen, dass ich genau so fühle..

Die Wahrheit ist,  JA ich vermisse Euch!

Auch der Wahrheit entspricht, dass ich meistens keine Zeit hatte Euch zu vermissen.

Papi ich weiss, du verstehst nicht immer weshalb sich meine Pläne so schnell und komplett ändern können..

Wenn das Leben voller unerwarteten Abenteuer ist, ist es auch voller Überraschungen.

Die Wahrheit ist, dass ich mich ständig umentscheide; meine Zweifel bleiben zwischen meinen Träumen stecken.

Wie viele Male habt Ihr mich schon gefragt, wann das aufhört.. wann ich nach Hause komme..

Die Wahrheit ist, dass ich Euch keine falschen Hoffnungen und Versprechungen geben, sowie machen möchte.

Die Wahrheit ist, dass ich keine Ahnung habe.
Ich lebe den Moment und geniesse den Augenblick.

Die Welt ist zu gross und ich bin zu klein.

 

1. Ja Papi, ich habe Autostop gemacht und das auch teilweise alleine.

”Weshalb sollte ich den Bus bezahlen, wenn ich doch gratis an einen Ort gelangen kann?”ist zu meinem bevorzugten Leitspruch geworden. Ja, manchmal hatte ich ein ungutes Gefühl.. Ja, Ich lebe noch… Und ja Ich werde es wieder tun.

2. Ich gehe auf jede Reise mit einem kleineren Budget als geplant.

Ich arbeite jedes Mal viel um mein Konto aufzufüllen, aber jedes Mal scheint es als ob es nicht genug wäre.. Ja, manchmal geht mir das Geld aus… Und das mehr als einmal… Und ich wurde zur Bäuerin oder Rezeptionistin. Aber Ich bin stolz diese Erfahrungen gemacht zu haben.

3. Wisst, dass ich scheiss Jobs hatte.. Aber Ihr wisst nicht wie ich ging..

Das Leben ist zu kurz um unglücklich zu sein…
Das Abenteuer ist zu kurz um schmerzvoll zu sein.
Bin ich um die halbe Welt gereist um den schlechtesten Job der Welt auszuüben?
Ja, ich bin nicht zu 100% verantwortungsvoll…
Ja, ich bin aus einem Job in mitten einer Schicht geflüchtet…
Bin ich immer noch eine Erwachsene?

4. Ich bin in Neuseeland und Mexico mit Fremden gereist.

Ja, ich habe Länder mit fremden Menschen.. auch Männern durchquert. Ich war an einem Festival mit Menschen die ich durch Facebook kannte. Es war eine unglaubliche Erfahrung und Ich hatte mich sogar verliebt.

5. Ich liebe es alleine loszuziehen und mich selten zu melden.

Freiheit pur. Mir steht die Welt offen. Ich liebe es mich in den Tagen zu verlieren und nicht zu wissen ob Montag oder Freitag ist. Bei mir spielt das keine Rolle in diesen Momenten.
Kein müssen, nur wollen und können. Wann war euer letzter Moment dieser Art?

6. Ich würde Euch gerne besuchen kommen, aber…

Ich muss meine Rechnungen zahlen (Seht Ihr ich bin erwachsen!). Da ich auf der anderen Seite der Welt bin, bevorzuge ich weniger auszugeben, dafür mehr von der Welt sehen zu können. Es ist wirklich nur eine Budget frage.

7. Manchmal fühle ich mich wegen meiner Abwesenheit schuldig.

Ich fühle mich schuldig, nicht in den guten, sowie den schlechten Zeiten bei Euch zu sein.
Ich fühle mich schuldig, wenn ich Euch falsche Hoffnungen bezüglich meiner Rückreise mache. Ich würde Euch so gerne besuchen… Jedoch.. SNAP.. und meine Pläne ändere ich schon wieder.

8. Ich fühle mich besonders schuldig kein Fondue und Raclette essen zu können.

Käse ist einfach nur bei uns Zuhause unschlagbar. Die ganzen Esswaren die ich ausserhalb unseres Landes erhalte sind ebenfalls gut, jedoch an unsere Käsemacher kommt keiner ran.

9. Ich finde es schwierig mir ein Langzeitprojekt in Mittel-Europa aufzubauen.

Da ich nie Geld habe, bin ich Profi darin mir diverse Szenarien auszumalen, wie es in meinem Leben weiter geht. Egal wie ich es auch drehe und wende. Ich möchte nirgendwo festhängen. Es tut mir leid aber ich kann nicht.

10. Ich finde es so einfach mir ein Langzeitprojekt irgendwo anders vorzustellen… irgendwo… irgendwann…

Also wo? Werdet Ihr Euch nun fragen. Ich weiss es nicht.. Aber Ich werde irgendwo sein und werde meinem Herzen folgen auf der Suche nach meinem Glück.
Für Dich Mami:

”Auf der einen Seite willst du nicht, dass Ich gehe aber du puscht mich vorwärts. Du sagst immer, Ich soll meine Träume leben. Du lässt mich frei und vertraust mir, auf der anderen Seite hast Du immer ein offenes Ohr für mich. Danke Mami!
Für Dich Papi:

Auf der einen Seite machst Du dir grosse Sorgen und willst, dass ich in Sicherheit bin, jedoch weißt Du auf der anderen Seite, dass ich das alles schaffe und an diesen Aufgaben wachse.

 

In Liebe, Eure Avarita.

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