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Erhöhtes Bewusstsein

Leben

12 Lektionen eines Mannes, der 12'000 Tode begleitet hat

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In vielen Herzen der Hindus verwurzelt ist der Glaube, dass wenn man die letzten Stunden im Kashi (Varanasi) verbringt, so erreicht man den ‘Kashi Labh’ oder “die Befreiung aus dem Zyklus der Wiedergeburt, angetrieben durch das Gesetz des Karmas”.

Kashi Labh Mukti Bhawana ist eines der drei Gasthäusern in der Stadt Varanasi, wo die Menschen zum Sterben hingehen die anderen zwei sind Mumuhshu Bhawan und Ganga Labh Bhaman.

Bhairav Nath Skukla ist bereits seit 44 Jahren Manager des Mukti Bhawan. Er hat die Armen und Reichen gesehen, die Zuflucht kurz vor ihrem Tod bei ihm suchten, um Frieden zu finden. Shukla hofft mit und für sie.

Nun teilt er mit uns seine 12 Lehren über das Leben, die er aus seinen Erfahrungen, die er in seiner Zeit als Manager des Mukti Bhawan, in der er 12’000 Tode begleitet hat sammeln konnte:

 

  1. Alle Konflikte beseitigen bevor man geht

Shukla erzählt die Geschichte von Shri Ram Sagar Mishir, ein Sanskrit Schüler seiner Zeit. Mishr war der älteste von sechs Brüdern und am engsten mit dem Jüngsten. Jahre zuvor führte ein Streit zwischen den beiden dazu, dass eine Wand eingebaut wurde, die das Haus in zwei teilte.

In seinen letzten Tagen lief er zu dem Gästehaus und fragte nach dem Zimmer, welches er reserviert hatte. Er war sich sicher, dass er ab diesem Tag noch 16 Tage zu leben hatte. Am 14.Tag sagte er: “Fragt meinen 40 jährigen Bruder, ob er mich besuchen kommt. Die Bitterkeit macht mein Herz schwer.“

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Man schickte einen Brief ab. Am 16. Tag, als der jüngste Bruder ankam, hielt Mishr seine Hand und bat ihn die Wand, die das Haus hälftet einzureissen. Beide Brüder begannen zu weinen und mitten im Satz hörte Mishr auf zu reden. Sein Gesicht wurde ruhig und einen Augenblick später war er schon von ihnen gegangen.

Shukla hat ähnliche Geschichten in ganz verschiedenen Formen über die Jahre hinweg miterlebt. “Menschen tragen so viel Last mit sich über das ganze Leben hinweg, unnötigerweise und wollen sie erst am Schluss ihrer Reise loslassen. Der Trick liegt nicht darin keine Konflikte zu haben, sondern darin diese zu lösen sobald man die Chance dazu hat.”

 

  1. Einfachheit ist die Wahrheit des Lebens

“Menschen hören auf zügellos Nahrung zu sich zu nehmen, wenn sie wissen, dass sie bald gehen müssen. Das Verständnis, welches vielen Leuten in ihren letzten Tagen dämmert ist, dass sie ein simpleres Leben hätten führen sollen. Dies ist die Sache, die sie am meisten bereuen.”

Ein einfaches Leben, so erklärt er, kann dadurch erreicht werden weniger auszugeben. Denn wir geben mehr Geld aus, um mehr anzusammeln und dies generiert mehr Bedürfnisse. Freude im Wenigen zu finden ist das Geheimnis, um mehr zu haben.

 

  1. Filtriere schlechte Charakterzüge anderer Menschen

Shukla meint, dass jeder Mensch gute und schlechte Schatten hat. Aber anstatt “schlechte” Menschen sofort wegzuschicken, sollten wir nach den guten Qualitäten suchen. Bitterkeit anzusammeln kommt für viel Menschen davon, dass sie sich auf das Negative konzentrieren. Wenn du dich aber auf das Gute fokussierst, so verbringst du deine Zeit diese Menschen kennenzulernen und vielleicht sie sogar zu lieben.

 

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  1. Dazu bereit sein auch mal Hilfe von andern anzunehmen

Zu wissen und alles selber tun zu wollen fühlt sich vielleicht ermächtigend an, aber es limitiert uns darin das Wissen der anderen anzueignen. Shukla glaubt, dass wir uns helfen lassen müssen, aber noch wichtiger, den Mut haben nach Hilfe zu suchen, wenn wir sie wirklich brauchen.

Er erzählt von einem Unfall einer alten Frau, die an einem regnerischen Tag in den achtziger Jahre stattfand. Die Leute die sie dahin brachten, liessen sie zurück ohne das Annahmeformular auszufüllen. Einige Stunden später kam die Polizei, um die Verwandten der alten Frau zu verfolgen, denn diese waren nach ihrer Meinung entlaufene Naxaliten.

Shukla tat so als wisse er von nichts und die Polizei ging. Als die Verwandten am nächsten Tag zurückkamen fragte Shukla den Anführer: “Wenn du 5-8 Leute selber umbringen kannst, warum hast du dann nicht einfach auch deine Grossmutter erschossen und sie selbst eingeäschert? Warum hast du mich dazu gebracht zu lügen und mich beschämt zu fühlen?” Der Neffe viel vor ihm auf die Knie und bat um Vergebung erklärend, dass niemand von ihnen dazu in der Lage sei seine religiösen Grossmutter zur Erlösung zu verhelfen. Er respektiert ihren Wunsch und hat sie darum zu Mukti Bhawan gebracht.

 

  1. Finde Schönheit in einfachen Sachen

Muki Bhavan spielt dreimal am Tag Lieder vor. “Einige Leute”, so sagt er,” hielten an, um zuzuhören und die Musik zu bewundern, denn sie sehen darin das Schöne.”

Aber dies trifft nicht auf jeden zu. Menschen, die zu kritisch oder zu Stolz sind, sind normalerweise diejenigen die Schwierigkeiten haben Freude an kleinen Dingen zu finden, weil sie im Geiste mit “wichtigeren” Dingen beschäftigt sind.

 

  1. Akzeptanz ist die Befreiung

Die meisten Menschen fällt es schwer zu akzeptieren, was sie gerade durch machen. Diese konstante Verleugnung brühtet gefährliche Emotionen in ihnen aus. Nur wenn du deine Situation akzeptierst, kannst du auch frei darüber entscheiden, wie du damit umgehen willst.

Gleichgültigkeit, die Situation umgehen und Verleugnung der Wahrheit, so glaubt Shukla, führen alle zu Angst. Anstatt zu lernen die Situation zu akzeptieren, sodass man frei ist wie man weiterfahren möchte. Akzeptanz wird dich befreien und stärken.

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  1. Alle als gleich, dies zu akzeptieren macht es einfacher

Das Geheimnis der Hingabe die Shukla gegenüber seinem Beruf ausdrückt führt zurück auf die Lehren des Lebens. Er gibt zu, dass sein Leben schwer wäre, wenn er die Menschen im Mujti Bhavan unterschiedlich behandeln würde basierend auf ihrem Sozialstand, Hautfarbe, Glaube und Einkommen. Der Drang alles zu kategorisieren führt zu Komplikationen und dazu dass man verschiedene Menschen unterschiedlich behandelt. “Der Tag an dem du alle gleich behandelst, wirst du dich weniger darum kümmern, ob jemand sich angegriffen fühlt oder nicht. Mache deine Arbeit einfacher”, so sagt er.

 

  1. Falls/wenn du deine Ziel findest, mach etwas damit

Sich seines Ziels bewusst zu sein ist fantastisch, jedoch nur wenn man damit auch etwas tut.

Viele Menschen, meint Shukla, wissen was ihr Ziel ist, jedoch tun sie nichts für dessen Umsetzung. Einfach darauf rumzusitzen ist schlimmer als gar kein Ziel zu haben. Mach etwas, das wirklich zählt.

 

  1. Gewohnheiten werden zu Werte

Shukla empfiehlt gute Gewohnheiten zu kultivieren. Dafür braucht es jedoch Übung und vor allem Zeit. “Es ist wie einen Muskel aufzubauen, man muss täglich etwas dafür tun und dranbleiben.”

Bis jemand nicht wirklich regelmässig daran arbeitet nett, ehrlich oder hingebungsvoll zu sein, kann er auch nicht erwarten diese Qualität zu erlangen.

 

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  1. Wähle was zu lernen willst

Bei der Riesenmenge an Wissen, welches uns zu Verfügung steht ist es einfach sich darin zu verlieren. ” Der Schlüssel zum Erfolg ist hier ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, jenes zu wählen, was für dich von Bedeutung ist”, sagt er. Menschen zwingen Themen und Philosophien auf, weil es sie interessiert. Als weise Art mit Wissen umzugehen, sollte man sich intensiver mit den Themen beschäftigen die persönlich von Interesse sind und sich nichts aufzwingen lassen.

 

  1. Man wendet sich nicht von Menschen ab, sondern von deren Meinung

Man kann sich selten von Menschen distanzieren, die man geliebt hat oder zu denen man eine spezielle Verbindung hatte. Jedoch kann in jeder Beziehung ein Missverständnis auftreten und in extremen Fällen dazu führen das die Kommunikation abbricht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man mit dieser Person nicht mehr verbunden ist, sondern dass man sich von einer Meinung distanziert, mit der man nicht einverstanden ist, um so weiter Konflikte zu vermeiden. Die Scheidung, so sagt Shukla, entstehe durch die Meinungen und nicht wegen der Person. Dies einzusehen, kann die ersehnte Entlastung bringen und so einen Menschen aus dir machen, der ohne Bitterkeit und Rache lebt.

 

  1. 10% deines Einkommens, solltest du für Dharma auf die Seite legen

Dharma, so definiert Shukla ist nichts Spirituelles oder Religiöses. Sondern es gehört mehr dazu, was du für andere Menschen tust und für was du dich verantwortlich fühlst. Eine einfache Rechnung ist es seiner Meinung nach 10% des Einkommens für wohltätige Zwecke beiseite zu legen.

Viele Menschen spenden oder engagieren sich freiwillig für gute Zwecke gegen Ende ihres Lebens. In ihrem Leiden beginnen sie mit anderen mitzufühlen. Shukla meint, dass Menschen die Unterstützung von Freunde und Familie, den Segen von Fremden und ein umfassendes Wohlwollen aller haben am glücklichsten und friedlichsten aus dem Leben gehen.

Dies geht jedoch nur, wenn man sich nicht an allem festklammert was man besitzt, sondern etwas für andere zurücklässt.

 

Quelle:

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in5d

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