4 Tipps für das spirituelle Erwachen von erwachten Lehrern

2022

 

„Drei blinde Männer sitzen um einen Tisch in einem Haus, in dem sie zu Gast sind. Sie diskutieren, ob die vom Gastgeber angebotene Frucht eine Traube, eine Birne oder ein Pfirsich ist. Keiner von ihnen hat jemals eine davon gegessen, weder eine angefasst. Sie hatten jedoch viel über diese Früchte gelesen und daraus kannten sie die Erfahrung anderer. Jeder hatte also bereits seine eigene Meinung gebildet. Einer sagt, dass es eine Traube sei, der Zweite ist sich sicher, dass sie eine Birne vor sich hat und der Letzte besteht darauf, dass es ein Pfirsich sein muss. Alle drei glauben, dass ihre Meinung die einzig Wahre sein muss. Die vierte anwesende Person, der Gastgeber, welcher nicht blind ist sagt ihnen, dass sie gerade einen Apfel probiert haben. Die drei blinden Männer, denen nicht bewusst ist, dass ihr Gastgeber nicht blind ist, versuchen ihn umzustimmen, denn sie hatten ja viel über das Thema gelesen und halten sich für Experten. Alle drei sind sich einig, dass der Gastgeber nicht einfach bestimmen kann, dass es sich bei der Frucht um einen Apfel handle, sondern dass die vier Männer darüber eine Debatte eröffnen sollten. Da erzählt ihnen der Gastgeber, dass er tatsächlich sehen kann, was die drei zu Abend essen und dass es sich eben um einen Apfel handle. Die drei Blinden erweitern darauf ihre Debatte und beginnen zu diskutieren, ob Sehen überhaupt existiere oder ob der Gastgeber, dies nur erfunden hat um die Debatte zu gewinnen. Der Gastgeber selbst schaut den drei Männern einen Weile lang zu und als er einsieht, dass es unmöglich ist die Drei umzustimmen, verlässt er den Raum.“

 

Was ist die Wahrheit?

Die Wahrheit ist, dass die drei Männer gar keine Probleme mit ihren Augen hatten, sondern dass ihre Sicht durch eine dicke Wolke von Gedanken verzerrt wurde:

„Es ist unmöglich festzustellen, ob Sehen als konkrete Realität existiert oder ob es sich nur um etwas handelt, wovon z.B. unser Gastgeber träumt. Meister hier und erwachte Lehrer dort zu sehen, dies ist die Situation. Aber wir haben keine Hinweise dafür, wir wissen nicht was Sehen ist und was angebliche Seher sehen. Das Gleiche gilt für die „Meister“. Warum sollte ein „Meister“ besser observieren können als wir, aber vor allem, warum sollten sie die Träger der Wahrheit sein? Nur weil sie für ein paar Jahre lang meditiert haben? Oder weil sie gute Rhetoriker sind? Oder weil sie Charisma haben? Oder weil sie aufgeklärt sind? Dies sind alles subjektive, nicht greifbare Dinge.“

Wenn Menschen für eine kurze Zeit lang ruhig sein könnten und ihre Aufmerksamkeit nach innen richten würden, so würde sich die dicke Gedankenwolke langsam auflösen und sie könnten die Realität klar vor Augen sehen, nämlich, dass es sich um einen Apfel handelt!

Es wäre nicht notwendig ihnen zu erklären, um was es sich handelt, denn sie würden es von selbst merken!

 

Kriterien für die Erkennung der Wegweiser

Diese kurze Geschichte zeigt auf, dass der Sucher auf seiner Reise durch eine dicke Wolke von Gedanken wandert, welche ihn davon abhält den Weg der Wahrheit zu sehen.

Unter diesen Umständen ist es wichtig, dass der spirituelle Sucher erkennen sollte, dass die Wegweiser, die die Meister für ihn hinterlassen haben dazu dienen den Sucher aus den Problemen hinauszuführen.

 

Einige Aspekte, die dem Sucher helfen sollten diese Wegweiser auch zu erkennen:

  1. Ein erwachter Lehrer lehrt nur Freiheit, die den spirituellen Sucher dazu bringt aufzuwachen, frei von Gedanken, dem Ego, der Welt, den Gewohnheiten, Traditionen, ect. zu sein
  2. Ein erwachter Lehrer gibt niemals Methoden für den spirituellen Prozess des Suchers vor, da er sich bewusst ist, dass jede Methode den Ego-dominierten-Geist und den abhängigen Zustand eines Individuums fördert
  3. Ein erwachter Lehrer kann nur dein Leuchtturm sein, welcher Licht auf deinen spirituellen Weg scheint, du musst aber deinen Weg selbst verstehen und ihn auch selbst beschreiten
  4. Ein erwachter Lehrer wird nie den Erwartungen des Egos und des Geists entsprechen, sodass er nie derjenige sein wird, den sich der spirituelle Sucher vorstellt

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