Levi’s entwickelt Verfahren- Hanffasern so weich wie Baumwolle und positiven Auswirkungen auf die Umwelt

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© Andrea De Martin l Dreamstime.com

Die Jeans-Ikone Levi Strauss & Co. ist dabei, eine Umweltfreundliche Idee umzusetzen und stellte im März dieses Jahres ihre ersten Kleidungsstücke aus einem weichen Hanf-Baumwoll-Gemisch vor.

Paul Dillinger, Innovationschef von Levi’s teilte mit, dass in etwa 5 Jahren 100% und Innovationschef Paul Dillinger sagte, dass er in etwa fünf Jahren 100% Baumwolle-Hanf-Produkte erwarte.

Hanf verbraucht beim Anbau deutlich weniger Wasser und Chemikalien als Baumwolle. Jedoch hat Levi’s eine Möglichkeit entdeckt, Hanf mit noch viel weniger Wasser als bisher zu erweichen. Das könnte für unseren Planeten auch von wesentlicher Bedeutung sein.

Paul Dillinger sagt, dass es das Ziel von Levi’s ist, nachhaltige Baumwollmischungen durch die Verwendung von Fasern wie Hanf in alle seine Produkte zu integrieren.

Obwohl man bereits viele CBD-Produkte aus Hanf auf dem Markt finden kann, ist es noch sehr neu, Hanf auch für Kleidung zu verwenden. Diese Veränderung könnte jedoch erhebliche Auswirkungen für nachhaltige Kleidung haben. Jeans-Ikone Levi Strauss & Co. hat dabei wesentliche Fortschritte erzielt und geht mit gutem Beispiel voran.

Die im März vorgestellte Kollektion Outerknown von Levis beinhaltet eine Jacke und ein Paar Jeans, welche aus einer Mischung aus 69% Baumwolle und 31% Hanf bestehen, von der Geschmeidigkeit her, sich aber wie Baumwolle anfühlen.

Warum ist dieser Schritt von so grosser Bedeutung?

Hanf ist eine Cannabispflanze mit einer vernachlässigbaren Menge der psychoaktiven Chemikalie THC und verbraucht nicht nur weitaus weniger Wasser als Baumwolle, sondern auch weitaus weniger Chemikalien für die Verarbeitung.

Hanf ist jedoch schwieriger zum verarbeiten als herkömmliche Baumwolle. Die normalerweise verwendeten Baumwollfasern in unserer Kleidung stammen von einer aufgedunsenen Knospe auf einer Pflanze, während die Hanffasern von einem hohen, robusten Stamm stammen.

Paul Dillinger sagte gegenüber Business Insider: “Die Hanffasern sind länger, steifer und gröber, was die Verarbeitung zu etwas Weichem nicht ganz einfach macht.” Levi’s jedoch hat eine Möglichkeit gefunden, Hanffasern weich und in der Lage zu machen, sich mit Baumwolle zu vermischen, aber auf eine Weise, die deutlich weniger Wasser verbraucht als das Verfahren, mit dem Hanfpflanzen in raues Material verwandelt werden.”Er sagte auch: “Es ist großartig, dass es beim Verbraucher Anklang findet, aber noch wichtiger ist, dass es dazu beiträgt, unsere Lieferkette zukunftssicher zu machen”, sagte er.

Laut Dillinger ist es ein grosses & bedeutendes Forschungsprojekt, das noch mehrere Jahre andauern wird. Er erklärte: “Unsere Absicht ist es, dies auf den Kern der Linie zu bringen, es überall zu integrieren und es zu einem Teil des Levi-Portfolios zu machen.” Zudem sagte er auch, dass Levi’s damit beschäftigt sei, Verbesserungen dieser Idee umzusetzen, damit es später möglich sein könnte, Kleidungsstücke durch die Hälfte mit Hanf zu ersetzen und einige sogar vollständig durch Hanf zu ersetzen.

In Anbetracht der Baumwollnachfrage und des dazu benötigten Wassers wird klar, dass Baumwollalternativen her müssen in Zukunft. Deshalb arbeitet Levi’s daran, diese Alternative in naher Zukunft für die Herstellung seiner Produkte zu verwenden.

Er wies aber auch darauf hin, dass Levi’s nicht möchte, dass der Hype um die Hanfindustrie so aussieht, als ob Levi’s und seine Konkurrenten über Nacht die Baumwolle vollständig ersetzen oder die Branche revolutionieren. Um erstmal an diesen Punkt zu gelangen werden noch viele Jahre Forschung nötig sein. Zudem wird Hanf sehr wahrscheinlich nur eine von vielen Alternativen zu Baumwolle sein.

Wenn diese Alternative wirklich in Kraft treten wird, könnte es grosse Veränderungen für die Kleidungsindustrie beinhalten.

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