Vier Zen-Lehren über die Liebe

Vier Zen-Lehren über die Liebe

- in Leben
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In westlichen Ländern setzen wir öfters die einfachen Weisheiten des Ostens herab, nur weil wir darauf programmiert wurden subtile Abstufungen in menschlichen Beziehungen zu hinterfragen und die verrückten, einfachen Weisheiten, die sie informieren.

Menday Wang stellt im Eastern vs. Western Cultur fest, dass die Menschen im Osten in der Zeit leben, damit ist gemeint, dass sie die natürliche Abfolge der Zeit folgen einen Schritt nach dem Anderen zu gehen. Während wir im Westen den Träumen folgen, um zu tun, was sie wir uns wünschen und dabei einige wichtige Schritte auf diesem Weg vergessen, welche uns helfen den Weg zu definieren.

Einer der wichtigsten Schritte auf diesem Weg ist die Liebe, aber um sie zu erleben müssen wir sie „erträumen“ und dies ist der Punkt an dem Osten auf Westen trifft.

Zen lehrt oder besser gesagt zeigt den Weg auf, sodass wir lernen können besser zu Lieben. In der klassischen buddhistischen Lehre lernen wir Nettigkeit, Mitgefühl, Freude und eine spezielle Art von Gleichmut zu lieben, welche alle Formen der Liebe darstellen. Während wir im Westen durch zufällige Ereignisse lernen. Wir lernen jemanden kennen, interessieren uns für diese Person, verlieben uns und enden schlussendlich mit einem gebrochen Herzen und verwundetem Ego auf der Suche nach anderen Wegen uns tiefgreifender zu lieben.

Zen bietet einige hervorragende Punkte, falls wir beginnen wollen besser zu lieben als bisher. Hier sind vier davon:

 

  1. Maitri – Nettigkeit

Maitri besagt, dass wir befreundet sein sollten von denen wir uns wünschen sie zu lieben. Wenn du eine Person versuchst zu erobern, so bist du nicht dessen Freund. Dies verleitet uns auch die Beziehung zu uns selbst zu reflektieren. Sind wir „freundlich“ zu uns selbst? Falls nicht, wie können wir uns anfreunden, wenn wir uns im Krieg befinden?

Guy Finley beschreibt, dass der Weg, um den Krieg gegen uns selbst zu gewinnen, damit beginnt zu realisieren:

Freiheit von dem Ungewollten, beginnt mit dem Erwachen vom Ungesehenem in dir.

Finley erklärt ausserdem, dass der „Feind“ nicht ausserhalb ist, sondern sich in deinen Gedanken aufhält. Ohne bewusst davon zu wissen, bilden sich mit der Zeit Verhaltensweisen, die unser Innenwesen blockieren und beginnen die Entscheidungen für uns zu treffen. Nur indem du lernst deinen inneren stillen Architekten deines Lebens zu befreien, kannst du die Wahrheit enthüllen, darüber wer du wirklich bist.

 

  1. Karuna – Mitgefühl

Mitgefühl ist definiert als der Wille die Bürden der Anderen zu teilen. Wenn wir nicht einen bestimmten Level des Bewusstseins erreichen, werden wir die Wunden der Anderen als separat betrachten und nicht bereit sein uns deren Leiden anzunehmen. Dies bedeutet nicht, dass wir den Menschen erlauben sollen uns an der Nase herumführen, da wir alle die volle Verantwortung für unsere eigenen Entscheidungen übernehmen müssen, jedoch es bedeutet, dass wir Mitgefühl für unsere gegenseitigen Bürden haben.

Wenn du in jemand in die Augen siehst, siehst du deine eigene Seele?

Hanh sagt, dass das Verständnis der Leiden der Anderen das beste Geschenk ist, das du jemandem machen kannst. Verständnis ist der Liebe anderer Namen, wenn du nicht verstehst, kannst du nicht lieben

 

  1. Mudita – Freude

Sharon Salzburg der Upaya Zen Klinik sagt, dass wir die Unglücken Anderer nicht geniessen sollen, sondern die freudvollen Momente in unserem Leben als unser Eigen betrachten. Ein Weg zur Freude ist Mitgefühl. Denn das Leben ist so fragil, mit seinen Sprüngen von Zufriedenheit zu Schmerz, vom Bekommen was wir wollen zum Zusehen, wie alles zerfällt. Wir haben Höhen und Tiefen, alle von uns. Verletzlichkeit ist das Gesicht von konstanten Veränderungen und dies ist was wir teilen. Wenn wir bewusst machen, dass auch Menschen die mehr haben als uns leiden, so fühlen wir uns ihnen näher.

Wenn jemand Glück in seinem Leben hat, so sollten wir uns nicht benachteiligt fühlen, sondern uns darüber freuen, dass sie einen freudigen Moment erleben durften.

 

  1. Upeksha – Gleichmut

Gleichmut ist die ausgeglichene, ruhige Annäherungsweise, die wir für alle unsere Dingen im Leben verfolgen sollten, dazu gehört auch die Liebe.

Ohne Upeshka kann unsere Liebe besitzergreifend werden. Hanh benutzt die Analogie des Versuchs eine erfrischende Sommerbrise in eine Dose einzuschliessen. Wenn sie draussen in der Freiheit ist, so bleibt es eine Sommerbrise, in der Dose hingegen stirbt sie. Liebe ist wie eine Brise oder eine Wolke oder eine Blume. Hanh sagt, dass viele Menschen sich gegenseitig die Freiheit rauben, bis sie nicht mehr sich selbst sein können. Sie leben, um sich selbst zu erfüllen und benutzen die Menschen, die sie lieben, um ihr Ziel zu erreichen. Dies nennt sich nicht Liebe, sondern Zerstörung.

Indem wir wahre Gleichmut bilden und im Gleichgewicht bleiben, erst dann können wir uns mit Menschen umgeben, die wir lieben ohne sie dabei zu erdrücken.

Liebe ist fortgehendes Üben, aber der Versuch besser zu Lieben ist nach Buddha nobel und ein guter Start uns selbst und andere Menschen vollständiger lieben zu können.

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